Kauka Komikosmos


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Peter Wiechmann

Peter Wiechmann kam 1964 zum erstenmal zum Kauka Verlag, Der gebbürtige Hesse war zu dieser Zeit PR-Berater für die dänische Landwirtschaft (Käse-Kuh "Karoline") und wurde über eine bundesweit geschaltete Anzeige auf die Kauka Comic Produktion aufmerksam. Er folg von Düsseldorf nach München und hatte ein nettes und respektables Gespräch mit Rolf Kauka. Man verabschiedete sich und wenige Tage bekam er die Nachricht, das er eingestellt ist. Zunächst als Redakteur die die Zeitschrift "Lupo", die er ab Nummer 5 übernahm. Peter Wiechmann weißt heute ausdrücklich daraufhin, das er nicht wegen der Asterix-Affäre (Asterix erschien erstmals als "Siggi und Barbaras" in der damaligen Kauka-Zeitschrift "Lupo-Modern" in sehr, sehr freier Übersetzung und Goscinny und Uderzo entzogen mit Georges Dargaud die Rechte an Asterix) den Verlag verlassen musste, sondern wegen einer zugesagten, aber nicht eingehaltenen Gehaltserhöhung.

Wiechmann ging zum Kaufhof nach Köln, kehrte aber endgültig kurz darauf zu Kauka zurück. Von diesem Zeitpunkt aus war Peter Wiechmann sein "Schatten", wie es viele Leute behaupteten. Wiechmann wird nachgesagt, das er mit Walter Neugebauer kein besonders gutes Verhältnis hatte, was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte. Allerdings spricht Wiechmann noch heute immer in grosser Hochachtung über Walter Neugebauer, den er für einen der ganz grossen Comic-Zeichner hält.


Peter Wiechmann, der bald im Kauka Verlag die Hefte "Pepito" und ganz besonders "Primo" betreute, stieg im Laufe der Zeit zum Redaktions-Direktor und Geschäftsführer des Kauka Verlages auf. Als der Verlag 1973 an die britisch-holländische Gruppe VNU verkauft wurde, das "Primo" Heft zu Gunsten von "Kobra" eingestellt wurde, kündigte er im Kauka Verlag. Er konnte, nach eigenen Aussagen, die Geschäftspolitik der neuen Herausgeber nicht mehr mittragen.

Er folgte wieder Rolf Kauka. Diesmal nach Hamburg. Rolf Kauka sollte dort für den Springer Verlag das Comic-Magazin ZACK reformieren, das in einer grossen Krise steckte. Der Reformversuch scheiterte und Kauka und Springer trennten sich. Peter Wiechmann stand ohne Job da. Er hatte noch immer Kontakt mit Fred Kipka. Kipka war früher Redakteur bei Fix & Foxi und folgte Rolf Kauka auch nach ZACK. weil Rolf Kauka sich endgültig aus dem aktiven Comic Geschäft zurück ziehen wollte, gründeten beide das Comic Service Studio COMICON. Die Idee dieses Studios war es, für Verlage neue Comic Serie zu erfinden und zu produzieren. Rolf Kauka, der den Kauka Verlag von der VNU zurück genommen hatte, weil diese nicht den gewünschten Erfolg mit den eigenen englischen Comics hatte, verkaufte den Kauka Verlag sofort weiter an die Verlagsgruppe Pabel-Moewig. Mit seiner neuen Frau Alexandra übersiedelte Rolf Kauka in die USA. Erst nach Florida und später nach Georgia. Neuer Inhaber des Kauka Verlages war also nun die Verlagsgruppe Pabel-Moewig in Rastatt, die den Kauka Verlag sofort mit ihren eigenen Verlag verschmolz. Aber, es fehlte an Material. Einer der ersten Kunden des Service Studios COMICON war damit Pabel-Moewig. COMICON produzierte Fix & Foxi Comics, Comics für die Heft Reihen LUPO und Lupo und seine Freunde und produzierte das Taschenbuch "Rolf Kaukas Gold Comic".

Peter Wiechmann wollte aber näher bei seinen Zeichnern sein. COMICON produzierte in Spanien und Peter Wiechmann zog in die Nähe von Barcelona. Doch damit entfernten sich auch Fred Kipka und Peter Wiechmann. Die COMICON wurde aufgeteilt in KIPKAKOMIKS und der "neuen" COMICON. Das für die Sparkassen von Peter Wiechmann erfundene Heft KNAX wanderte zu KipkaKomiks.

1998 gab Peter Wiechmann seine Tätigkeit bei der COMICON offiziell auf. Heute schreibt er Bücher und für den Norbert Hethke Verlag eine grosse und umfassende Dokumentation über den Kauka Verlag. Im Jahre 2003 übernahm Peter Wiechmann im Auftrag der Kauka Promedia die redaktionelle Verantwortung für das Jubiläumsbuch "50 Jahre Rolf Kauka's Fix & Foxi".

In seiner Zeit im Kauka Verlag war Peter Wiechmann verantwortlich für verschiedene reihen, so z.B. für Pepito und Primo. In dieser Zeit erfand er für Kauka verschiedene Comic Serien, darunter auch realistische Comics, wie z.B. "Der Sheriff", "Andrax" oder "Capitan Terror".Peter Wiechmann gilt als sehr umstrittener Mensch, aber er gehört sicherlich zu einem der grossen Comic Macher in Deutschland. Und "Macher" stimmt. Während Rolf Kauka eher der Idealist war, setzte Wiechmann Projekte um. Er "machte" sie, er verwirklichte sie.

1999 konnte der Egmont Ehapa Verlag Peter Wiechmann für die redaktionelle Betreuung des Comics "Biene Maja" gewinnen. Seit 2006 ist Peter Wiechmann wieder als freier Autor für Kauka tätig.



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